Frage

Kann die Performanz der Partizipation gleichgesetzt werden?

Antwort

Der Begriff der "Performanz" leitet sich aus dem Original-Text: "performance" ab. Dieser Begriff ist in der deutschen Ausgabe mit "Leistung" übersetzt worden.

 "Performanz" / "Leistung" beschreibt, was "ein Mensch in seiner gegenwärtigen, tatsächlichen Umwelt tut. Weil die übliche Umwelt seinen Leistung auch das "Einbezogensein in eine Lebenssituation" oder die "gelebte Erfahrung" von Menschen in ihrem üblichen Kontext, in welchem sie leben, verstanden werden." (ICF-DIMDI 2004, S 20 und Anhang 2)

Leistung / Performanz wird zur Beschreibung / Bewertung / Skalierung der Partizipation und der Einschränkungen der Partizipation herangezogen. Dabei handelt es sich um ein Konstrukt, um die individuelle Befragung der Partizipation (Einbezogensein in Lebenssituation) zu umgehen.

Im Kontext der Rehabilitation kann Performanz nur eingeschränkt beurteilt werden, da es sich in der Regel nicht um die "gegenwärtige, tatsächliche Umwelt" handelt - außer die Beobachtung findet im häuslichen Umfeld statt - und die betroffenen Personen fühlen sich völlig frei von jeder Beobachtung (in der Regel nicht realisierbar).

Besser geeignet ist die Betrachtung der Leistungsfähikeit (Kapazität, orig. "capacity" - jeweils mit / ohne Hilfe - Hilfsmittel) da diese Betrachtungsweise die Beobachtung / Bewertung durch Dritte (Behandler, Gutachter, etc.) mit berücksichtigt.

(siehe auch: ICF-DIMDI 2004, S 20 und Anhang 2)

Klemens Fheodoroff